Mein Selbstverständnis - So schreibe ich

Autoren gibt es wie Sand am Meer. Ob Blogs, Ratgeber oder Gesundheitsempfehlungen: Jeder, der heutzutage eine Tastatur bedienen kann, fühlt sich bemüßigt, das Internet mit seinem Geschreibsel zu beglücken. Was unterscheidet mich von anderen Autoren? Lassen Sie mich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern…

 

Fundierte und einzigartige Texte statt Massenware

Das Internet ist hungrig und braucht ständig neue Texte. Warum also viel Zeit damit verschwenden? Viele Content-Schreiber liefern hastig zusammengekloppte Texte, indem sie Versatzstücke aus der Google-Suche aneinanderreihen - egal ob die Aussagen stimmen oder nicht. Und einer schreibt vom anderen ab. So findet man regelmäßig überall die gleichen Texte, die nicht einmal vor Duplicate Content zurückschrecken.

 

Im Gegensatz dazu stütze ich mich auf Bücher, klinische Studien und Publikationen, die man in MedLine nachlesen kann - so wie es sich für einen Wissenschaftler gehört.

 

Wissen ist Macht

Ich bin ein Dinosaurier aus einer Zeit, als es noch kein Internet gab. Liebe Kinder: Früher musste man Vieles ganz einfach wissen, weil man es nicht auf die Schnelle mit dem Handy nachschlagen oder jemanden über Whatsapp fragen konnte.

 

Abgesehen von einer gesunden Allgemeinbildung verfüge ich über eine gutsortierte Bibliothek und messe der altmodisch-analogen Datenquelle Buch mehr Bedeutung bei als Facebook und Co. Mithilfe von PubMed und anderen offiziellen, wissenschaftlich anerkannten Quellen bleibe ich nahe am aktuellen Geschehen. Sich tagtäglich weiterbilden ist ein wesentlicher Bestandteil meines Tagwerkes.

 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Zuverlässige Quellen sind das A und O

Fakten statt Fake: Institutionen wie das Robert-Koch-Institut (RKI), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind nicht unfehlbar, aber verlässlicher als obskure Seiten, die sich trotz inhaltlichen Unsinns großen Zuspruchs erfreuen. Beliebtheit ist kein Indiz für Wahrheit.

 

Zuverlässige Quellenangaben gehören bei mir zum Geschäft. Auch wenn das  viel Zeit kostet: Ich kann bei Bedarf jede Aussage mit einem Literaturzitat belegen. Googeln Sie mal spaßeshalber "Quellen, Links und weiterführende Literatur" - bei vielen meiner Internet-Beiträge ist das die typische Überschrift des Literaturverzeichnisses.

 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Demokratisierung der Medizin

Der Beitrag des Internets zur Demokratisierung der Medizin ist unschätzbar. Endlich ist Otto Normalverbraucher nicht mehr auf Gedeih und Verderb der Meinung der Ärzteschaft ausgeliefert und kann sich eine fundierte eigene Meinung bilden. Ohne in eine Bibliothek gehen zu müssen oder sich stapelweise Bücher zu kaufen.

 

Dummerweise ist das Internet nur bedingt verlässlich und voller Rattenfänger. Wer glaubt, dass er nach fünf Minuten bei Dr. Google besser "informiert" ist als jemand, der sich in mehreren Jahren Studium und Praxis mit einer Sache beschäftigt hat, sollte sich seine zweite Meinung bei Dr. Yahoo einholen statt beim Hausarzt.

 

Was aber lange nicht bedeutet, dass der immer Recht hat. Es gibt nun mal keine einfachen Lösungen: Wer mitreden will, muss etwas mehr Zeit investieren und sich auf seine Quellen verlassen können. Meine Texte zum Beispiel.

 

Die sorgen dafür, dass wir mehr mündige, zuverlässig informierte Bürger haben und weniger Ratten, die der Flöte hinterherlaufen. Wer nichts weiß, muss alles glauben. Wer mehr weiß, kann sich ein besseres Bild über Sinn und Unsinn machen.

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Mehr als nur Schulmedizin

Trotz meiner schulmedizinischen Vorbildung habe ich keine Berührungsängste mit Alternativmedizin, Homöopathie und Komplementärmedizin. Alle Fortschritte in der Medizin haben wir Quer- und Andersdenkern zu verdanken. Was heute obskur klingt, lässt sich vielleicht morgen wissenschaftlich beweisen. Man denke an das Kopfschütteln der unfehlbaren Experten, als Emil von Behring die ersten Impfungen durchführte oder Robert Koch etwas von mikroskopisch kleinen Krankheitserregern erzählte. Ebensolche Experten haben die unsinkbare Titanic gebaut.

 

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Unkonventionell - na und?

Aus meiner eigenen wissenschaftlichen Arbeit weiss ich, dass man mit Methoden jenseits der gängigen Lehrmeinung oft bemerkenswerte Resultate erzielt. Beispiel  ß-Lapachon: Eine Substanz aus der Rinde eines südamerikanischen Baumes tötet Krebszellen (Retinoblastom) ebenso effektiv wie Chemotherapie mit Etoposid.

 

Homöopathie ist nur Placebo? Trotzdem fördert das amerikanische National Cancer Institute (NCI) die Forschung über die Anwendung beim praktisch unheilbaren Glioblastom. Bei diesem Tumor würde ich mich als behandelnder Arzt  mit Hühnermist einschmieren und bei Vollmond nackt einen Regentanz aufführen, wenn das meinem Patienten hilft.

 

Empirie: Naturheilkunde und Hausmittel

Über Hausmittel, Phytotherapie und naturnahe Anwendungen schreibe ich häufig. Oft sind sie  seit Jahrhunderten in Gebrauch - wohl kaum, weil man sich einen Effekt nur einbildet. Schulmediziner neigen dazu, einem neuen, kaum erprobten Mittel mehr zu vertrauen als tausendfachen Erfahrungen. Was dabei herauskommt, sieht man bei Thalidamoid aka Contergan und vielen anderen Fällen.

 

Ajurveda, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Verfahren aus der Volksheilkunde anderer Völker sind reine Hirngespinste? Klinische Studien zeigen, dass Safran häufig ebenso zuverlässig gegen Depressionen hilft wie Antidepressiva. Weihrauch gilt als exzellentes Mittel gegen Entzündungen. Neuseeländischer Manuka-Honig ist der Renner bei chronischen Wunden und wirkt sogar gegen multiresistente Keime, bei denen alle Antibiotika versagen.

 

Fesseln statt langweilen

Kennen Sie das Problem mit Texten, bei denen jedes Fakt stimmt, aber die sich lesen wie Kaugummi? Das werden Sie bei mir nicht finden. Mir ist es wichtig, dass meine Zielgruppe nicht gleich das Interesse verliert, sondern von Anfang an gefesselt bis zum Ende weiterliest. Und sich erinnert und wiederkommt.

 

Man schreibt immer für sein Publikum

Egal ob es sich um Mediziner, Schüler, Fachkräfte oder interessierte Laien handelt. Ein Text auf einer Internetseite muss grundlegend anders aussehen als in einem Lehrbuch oder einem Gedichtband. Mit dem Zauberberg hätte Thomas Mann im Internet keinen Pfifferling gewonnen.

 

Autoren müssen im Hinterkopf behalten, dass die Aufmerksamkeitsspanne des Internet-Users kürzer ist als die einer Fruchtfliege. Die textliche Qualität sollte darunter nicht leiden - sie muss nur anders sein.

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SEO und Keywords sind wichtig, aber nicht alles

Selbstverständlich kümmere ich mich um die Suchmaschinen-Optimierung, damit meine Texte möglichst weit oben in den Suchergebnissen landen (was übrigens oft der Fall ist). Trotzdem finde ich gut lesbare Texte wichtiger als Schlüsselbegriffe in künstlich verdrehten Sätzen voller Keyword Stuffing. Auch wenn das immer noch viele glauben: So einfach funktioniert Google nicht.

 

Bewahre immer den Humor

Erfahrungsgemäß kommen meine Texte immer am besten an, wenn ich schreiben kann wie mir der Schnabel gewachsen ist - am liebsten mit einem Augenzwinkern und einer Prise hintergründigen Humors, wo immer er angebracht ist. In einem Lehrbuch oder einer wissenschaftlichen Arbeit hat das natürlich nichts zu suchen.

 

Bild von Dimitri Houtteman auf Pixabay

Bleibe neugierig

Nichts ist wichtiger als mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und jeden Tag dazuzulernen. Das sollte auch für einen Autor gelten. Nur so bleibt er mit seinen Texten am Puls der Zeit.

 

Glaube an das Gute im Menschen

An Respekt, Toleranz, Barmherzigkeit und die Macht des Wissens. Mit Hetze, Parolen, Ausgrenzung und Fake News gewinnt man bei mir keinen Pfifferling, und ich werde Aufträge mit solchem Ansinnen niemals unterstützen.

 

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